Bettwanzen

Bettwanzen gehören zur Familie der Plattwanzen, sie ernähren sich ausschließlich von Blut. Jedes einzelne Stadium benötigt mindestens eine Blutmahlzeit von einem Wirbeltier, um sich entwickeln zu können.

Die ausgewachsenen Bettwanzen saugen nach Möglichkeit einmal pro Woche, vorzugsweise nachts oder in Ruhesituationen des Menschen, sie legen dabei Entfernungen von bis zu 10 Metern zurück.

Die Entwicklungszeit ist stark temperaturabhängig und findet zwischen 13 und 35 Grad Celsius statt, die „Wohlfühltemperatur“ der Bettwanze liegt bei ca. 20 Grad Celsius. Unter optimalen Bedingungen ist eine Bettwanze in der Lage, bis zu einem Jahr ohne Nahrung zu überleben.

Weibliche Bettwanzen sind unter günstigen Lebensbedingungen (warme Raumtemperatur und regelmäßiger Zugang zu Nahrung) in der Lage, 15 – 25 Eier pro Woche abzulegen, in ihrem gesamten Leben bis zu 500 Eier. Die Eier sind sandfarben und sehr klein, mit dem bloßen Auge fast nicht zu erkennen, Nymphen im ersten Stadium haben die Farbe und Größe eines Sesamkorns, eine ausgewachsenen Bettwanzen die Farbe und Größe eines Apfelkerns.

Bettwanzen produzieren dunklen, wässrigen Kot, sobald sie Nahrung aufgenommen haben, die schwarzen bis heller-braunen Flecken sind an der Bettwäsche, der Matratze oder am Bettrahmen zu finden.

Bettwanzen ernähren sich durch Bisse in exponierter Haut, ihre Bisse treten oft in Reihen auf. Die Reaktionen beim Menschen sind individuell sehr unterschiedlich, einige Menschen reagieren gar nicht, andere reagieren mit stark juckenden Stichen, teils allergischen Symptomen.

Die Reaktion auf einen Wanzenbiss kann bis zu zwei Wochen zeitverzögert auftreten, insbesondere, wenn die betroffene Person zum ersten Mal gebissen worden ist. Deshalb ist es teils schwierig herauszufinden, wann und wo man gebissen worden ist oder ob Bettwanzen von einer Reise mit nach Hause gebracht wurden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Bedbug Foundation.